14.05.2010 - Reim Dir oder ick fress Dir - Post aus Ost

Na geil, da gingen sie hin, die hart trainierten Instinkte des Tourreporters... Nachdem wir es ja auf den letzten Touren tatsächlich geschafft haben, die Tourberichte zeitnah und brandaktuell zu Papier (jaja, wir benutzen natürlich nicht wirklich Papier...) zu bringen, haben wir die April-Tour komplett verpennt („der Deufel hat den Blog geholt“) und jetzt sind auch schon wieder 5 Tage rum. Schlamperei! So kann und wird es nicht weitergehen, wir geloben hiermit Besserung und werden nach der aktuellen “Tour” auch noch unsere Hirne martern, um die denkwürdigen Ereignisse des Aprils für die Geschichtsbücher festzuhalten.

Zunächst aber einmal zum aktuellen Geschehen. Nach dem ganzen Rumgetoure des letzten Jahres fühlt sich zwar alles an wie “business as(s) usual”, aber zum Glück ist das ja ein äußerst spaßiges Business. ;)
Wer uns im April bewundern durfte, konnte ja bereits einen kurzen Blick auf den neuen Mann am Deufelszeug werfen. Damit uns nicht langweilig wird und der Deufel nicht gleich verheizt wird, haben wir uns diesmal jemand anders mitgenommen, aber keine Angst allen Deufelsanbetern, zu denen wir auch uns selbst zählen, sei versichert: der Deufelskreis wird sich bereits im Juli wieder schließen!

So, jetzt aber zurück zum Thema. Da wir ja nun mal einen Ersatz für den Deufel brauchten, fanden wir es nur naheliegend einfach Gott mitzunehmen. Vermessen? Mitnichten. Gott ist wie alle wichtigen Leute Österreicher, hört auf den Namen „Knofi“ und sein Penis ist 22cm lang. So jedenfalls würde er sich wohl selbst vorstellen. Glücklicherweise haben wir ihn aber gar nicht gefragt und stellen ihn lieber selber vor...

Zunächst mal wurde er von uns auf Grund seiner extremen Verschmustheit gleich erstmal in „Knuffi“ umgetauft. Wer’s nicht glaubt kann ihn ja gerne mal aufs Schmusen ansprechen, aber wir übernehmen da keinerlei Haftung. Die andern beiden Hobbys vom Knuffi sind Volkslieder und Husten. Wobei er das strikt trennt. Tagsüber wird gesungen und sobald es dunkel wird nur noch gehustet. Spree hat zwar den dringenden Verdacht geäußert, dass der das nur simuliert weil er Sprees Medikamentenvorrat (Tilidin und Co.) aufbrauchen will, aber das konnte er ihm bisher nicht nachweisen. Auch unsere Hoffnung, er würde wenigstens Töff anstecken und ihn damit wieder zum Schweigen bringen, war bisher leider vergeblich (Töff schwieg dann aber doch weite Strecken der Fahrt, da ihn das permanente Vortragen österreichischer Skihüttenklassiker fassungslos dauerverstummen ließ).
Achso ja, er kann noch was, und zwar kann er so ziemlich alle wichtigen Erlebnisse seines langen Lebens bestimmten Songs zuordnen. Die hat er praktischerweise alle auf seinem ipod und kann sich so immer wieder schöne Erinnerungen herbeizaubern und uns daran teilhaben lassen. Zudem haben wir dadurch auch festgestellt, was für ein ausgesprochener Feingeist der Gute doch ist, beweist er doch untreffliches Gespür für Situation und Musik. Ein typisches Gespräch sähe zum Beispiel so aus:

Knuffi: Hört mal! Bei dem Song hab ich das erste Mal meine große Liebe geküsst.
Poolstar (gerührt und hoch interessiert): Na, lass mal hören.
Knuffi: Das war total romantisch.
(Macht Scooter an...)
Poolstar (fassungslos)
Knuffi: Und dabei hatte ich mein erstes Mal und das übrigens am xx.xx.xxxx, also hab ich demnächst x-jähriges Jubiläum (oder waren es Wochen?), da muss ich das dringend noch mal machen.
(Musik: unidentifizierbarer technoider Müll... - Daten auf vielfachen Wunsch eines einzelnen Herrn zensiert und fies weg-ge-x-t...)

Wiener halt...

Warum wir uns das antun? Na ja, zum Einen ist er eben doch irgendwie Gott und zum Anderen kann er tatsächlich extrem gut Schlagzeug spielen. Manchmal zwar etwas zu gut, aber immerhin hat er’s geschafft, sich unser komplettes Set in knapp 3 Wochen draufzuschaffen. Außerdem mag er’s offensichtlich schnell und wild, da ist er ja bei uns genau richtig... (höhö)

Seine Premiere durfte er dementsprechend auch im wilden Osten, genauer in Chemnitz, feiern. Zwar waren von den 2000 willigen Studentinnen, die wir ihm als Lohn für seine Mühen versprochen hatten, nur etwa 100 erschienen, aber hey: er hat ja noch nicht mal die alle geschafft...

Wir hatten jedenfalls großen Spaß und Knuffi beeindruckte uns durch seine Routiniertheit und diverse neue Vorschläge für Fills und Songabläufe. Es war fast so, als wäre Houz nie von uns gegangen. Gespenstisch...

Das Konzert bot dann die gewohnte Mischung aus Blut, Scheiß und Tränen. (jaja, bis einer heult...) Erwähnenswert hierbei noch Töff, der am Bühnenrand von einer fleischfressenden Pflanze in die Falle gelockt wurde. Hat offensichtlich damals in Bio nicht aufgepasst, aber das war ihm bestimmt ne Lehre. Gepennt wurde standesgemäß, na ja, jedenfalls für Spree, im Studentenwohnheim. Das war auch sehr gemütlich, wurde aber dadurch ein wenig getrübt, dass Knuffi untersagt worden war, das Wohnheim nach verschmusten Studentinnen zu durchkämmen, und dass am nächsten morgen natürlich ausgerechnet die Toilette auf unserer Etage explodieren musste. Kein angenehmer Geruch war das...

Nach ausgiebigem Brunch in der Mensa ging es dann ab nach Leipzig, wo wir mit Shirley Holmes rocken sollten, die lustigerweise auch aus Berlin sind, aber so ungefähr die einzige Band Berlins sein müssen, mit denen wir noch nie zusammen gespielt haben. Auf dem Weg dorthin erbauten wir uns wieder an österreichischen Volksliedern, Schlagern und Pop-Songs. Langsam ist uns auch klar, warum wir keine guten österreichischen Bands kennen...

In Leipzig hatten wir dann erstmal ne Menge Spaß mit Shirley Holmes im Fritzl-Keller. Wenigstens mal n echt bekannter Ösi. Zwischendurch gab’s noch ein Interview mit Motor.de, der Mutter aller .de’s, was Ihr sicher in naher Zukunft zu Gesicht bekommen werdet, und das von Shirley Holmes und uns mit Standing Ovations gefeiert wurde (warum weiß kein Mensch). Gerockt wurde dann auch noch ordentlichst und zwar sowohl von uns als auch von den Schorlen (oder heißt es Shörleys?). Sehr amtliche Band, die man sich auf jeden Fall mal ansehen sollte. Vielleicht bringen wir die ja einfach mal mit, dann könnt Ihr Euch selbst ein Bild davon machen. Auf jeden Fall ein fettes Dankeschön an die Damen und den Herrn für einen spaßigen und feuchtfröhlichen Abend!

Nächster Stop: Bielefeld! Entgegen hartnäckiger Gerüchte, dass es Bielefeld gar nicht gibt, müssen wir berichten, dass es das sehr wohl gibt. Liegt praktischerweise irgendwo an der A2 zwischen Dortmund und Hannover, kommt man also dran vorbei wenn man nach Köln oder Aachen fährt, was das Ganze natürlich sehr interessant macht für uns... ;) Der erste Eindruck war zwar etwas grenzwertig, da das Konzert in so ’ner Riesen-Disko statt fand, wo wir die Zuschauer der letzten drei Konzerte mit jeweils eigenem Campingwagen hätten unterbringen können ohne Ärger mit dem Fan-Schutz-Beauftragten zu bekommen. Aber wir dachten uns, die werden schon wissen was sie tun... Glücklicherweise war ja auch der gesamte Fanclub Sektion West anwesend, was zusammen mit den zahlreich erschienenen Bielefeldern reichte um eine amtliche Party zu feiern. Freundliche Unterstützung erfuhren wir dabei vom Bielefelder Kindercore, wobei uns allerdings erste Zweifel an der Echtheit von diesem Bielefeld kamen, da der Kinder-Chor wohl noch in Original-Besetzung von 1980 angetreten war. Ordentlich kindisch und unterhaltsam waren sie zum Glück aber trotzdem.

Um uns zu beweisen, dass Bielefeld quasi der Mittelpunkt Deutschlands und der restlichen Welt (ja Knuffi, auch Österreichs) ist wurden wir dann noch in die örtliche Absturz-Location geschleift. Mit solchen kennen wir uns ja hervorragend aus und können somit bestätigen, dass es sich tatsächlich um eine solche handelte. Allerdings eine mit hervorragender Mod-Musik und illustren Gästen. Dass es nicht komplett ausartete lag einzig und allein daran, dass man in Bielefeld eben noch das gepflegte 7-Minuten-Pils zapft und wir somit gar nicht schnell genug bestellen konnten, um ernsthaft in Schwierigkeiten zu geraten. Ein Umstand, der vor allem Töff und Spree mit Sicherheit den Arsch bzw. den nächsten Tag gerettet hat... Da in dem Laden scheinbar ganz Bielefeld, oder zumindest alle die was zu sagen haben, anwesend war/en, konnten wir uns auch noch ein ganz gutes Bild davon machen, was Bielefeld jetzt eigentlich genau sein soll. Wir haben uns darauf geeinigt, dass es sich dabei vermutlich um eine Live-Soap handelt, die so funktioniert, dass alle Bielefelder eigentlich Schauspieler sind und die jeweiligen Gäste sind reale Personen, die von den Schauspielern aus der Fassung gebracht werden sollen. Der Plot wird dabei aus einem Team von Autoren geschrieben, die sonst Drehbücher für Lindenstraße und GZSZ schreiben. Da wir aber nun mal überhaupt nicht aus der Fassung zu bringen sind, rechnen wir uns ganz gute Chancen aus, dass wir es in die nächste Runde geschafft haben. Allerdings hätten Sie uns beinah gehabt, als unsere äußerst charmante Gastgeberin uns beim Frühstück ihre Penis-Sammlung zeigte. Ohne Scheiß!!!

Dabei haben wir aber endlich rausgefunden, welcher Rasse Knuffi angehört. Wir waren uns ja die ganze Zeit nicht sicher, ob es sich bei ihm jetzt um einen Homo Sapiens, einen Homo Samiens oder doch den einfachen Homo Erectionus handelt. Wir lagen natürlich komplett falsch, Knuffi ist ein Homo Penatus (nein, das ist nicht das gleiche wie ein Penaten-Homo, das is’ was anderes). Wobei Penat die Kreuzung eines Primaten mit einem Penis ist. Daher ja auch die bekannte Penaten-Creme.

Alles in allem hatten wir also mal wieder einen Heidenspaß und sind stark beeindruckt von den Fans, die uns bis an den Rand der Welt (Chemnitz) und darüber hinaus (Bielefeld) begleiten, nur um sich von uns die Körper mit Schweiß und die Hirne mit Scheiß bedecken zu lassen. Hm, decken, nein, wir widerstehen dem Kalauer-Drang jetzt heute ausnahmsweise mal...

10.12.2009 - Augsburg, Kantine

Jippie Jippie Yeah Krawall und Remmidemmi!!! Nach schier endlosen 2 Wochen ohne Tour und endlose Busfahrten sind wir endlich wieder unterwegs. Diesmal aber mal wieder nicht alleine, sondern mit den professionellen Sesselfurzern von Itchy Poopzkid! Also nochmal sone richtig schicke (Jahres-)Abschlussfahrt, wie mans von früher aus der Schule kennt. Das Einzige was anders ist, ist daß wir keinen Alkohol mitnehmen müssen. Den gibts nämlich immer vor Ort und auch noch umsonst! Also das ist der Beweis: Das Leben wird besser! Da wir ja inzwischen schon traumatisiert sind von Staus und unnützen Polizeikontrollen in Bayern ging es schon um halb neun(!!!!!!) los in Richtung Augsburg. Ein fast genauso traumatisches Erlebnis, was wohl keiner von uns so schnell noch einmal erleben will. Wir hoffen das wird von Euch auch entsprechend gewürdigt! Besonders Spree und Töff hatten unter der seltsamen Uhrzeit zu leiden, da sie ja mit der BVG unterwegs sind und normalerweise nur zu so entspannten Zeiten wie 12 Uhr mittags unterwegs sind, und so waren die beiden natürlich etwas überfordert in der Meute der Hardcore-Berufspendler. Hätte man aber auch besser kommunizieren können, daß der Grundsatz "erst aussteigen lassen und dann einsteigen" zwischen 6 und 9 außer Kraft tritt. Bzw. überhaupt aussteigen lassen... Besonderen Dank möchte Spree an dieser Stelle nochmal dem Menschen aussprechen, der es geschafft so dermassen rumzudrängeln, daß sein eigentlich niegenagelneues Macbook jetzt ne unschöne Delle hat (nein, nich den Frank von Seeed). Desweiteren lässt er ausrichten, dass derartiges Verhalten mit Kopfnüssen nicht unter 4 bestraft wird. Dumm nur, daß er gar nicht weiß, wer's war... Vorteil des Frühaufsteher-Terrors war dann allerdings, daß die Fahrt wie im Fluge verging. Einmal schlafen und man ist da... Vor Ort wurde auch schon fleissig gewerkelt, allerdings waren wir so etwa 3h zu früh da, weil uns kein einziger Polizist, Zollbeamter, Grenzschützer oder Bus voller Eiskunstläuferinnen anhalten wollte. Scheinbar funktioniert unsere böse und gefährlich Aura nicht, wenn wir schlafen. Was natürlich wieder eine gute Idee für zukünftige Touren wäre. Brauchen wir nur noch sone Cryostasis Teile wie in Alien(1-124). Das wäre quasi die perfekte Tarnung. Tarnkappen-Bandbus also... Daß wir 3h zu früh da waren, war dann auch kein Problem (außer der irgendwie rückwirkend belastenden Gewissheit, viel zu früh aufgestanden zu sein, natürlich...), denn der Backstageraum verfügte großartigerweise über einen ordentlichen Kicker. Damit waren wir dann also ausreichend beschäftigt für die nächsten Stunden. Ach ja, zwischendurch haben wir dann noch Itchy Poopzkid bzw. alle drei Pupskinder kennengelernt. Glücklicherweise scheinen die ausser lustig auch noch extrem tolerant zu sein, jedenfalls war das die erste Band auf dieser Tour, die es länger als 10 Minuten mit uns in einem Raum ausgehalten hat! Wir sind also gespannt. Kann ja nur lustig werden mit denen. Außerdem ham die immer ne Kamera dabei, was natürlcih unserer Mediengeilheit sehr zu Gute kommt. Spielen durften wir dann irgendwann auch noch und es hat gerockt! Um es mal mit den Worten der drei Heilpraktiker aus Berlin zu sagen: Augsburg ist extremst Rockbar! Jedenfalls vielen Dank an die Itchy's, daß wir ihre Fans für unsere Party benutzen dürfen. Wir lassen Euch gerne auch mal was von uns benutzen! Anschliessend durften wir unsere Gönner dann noch bei deren Auftritt bewundern. War auf jeden Fall eine super Show der Jungs! Und morgen muss ich mal Panzer fragen, was der in seinen Tee tut dass er so abgeht... (Anmerkung von Töff: u.a. frischen Ingwer, ich sach's doch, das Zeug hat es in sich!) Nach dem Konzert wurden dann leider ausnahmsweise mal keine Tee's oder sonstige Getränke konsumiert, da wir alle noch 1-2h Busfahren vor uns hatten. Das wird aber morgen in Wien nachgeholt! Versprochen!!!

11.09.2009 - SO36 BEBT! Record Release Show - special guest: Rod von DÄ

So, seit diesem Wochenende ist es endlich wieder soweit. Poolstar* sind auf 4 für Dir-Tour quer durch die Republik unterwegs. Dabei liegt den vier Innenarchitekten aus Berlin besonders die Verschönerung von Backstageräumen, Hotelzimmern und natürlich Pool-Landschaften am Herzen. weiter: http://www.laxmag.de/laxlive/logbuch/poolstar/1218-poolstar-berlin

13.08.2008 - Berlin-Köln-Bonn-Köln-Losheim-Köln-Berlin-Eupen-Köln-Berlin Teil 2

Frisch ausgeruht und voller Tatendrang (vor allem Spree und HouZa nach 3,5h Schlaf) ) ging es dann am nächsten Morgen weiter nach Losheim. Auf Grund diverser Staus (das Kölner Verkehrssystem ist einfach besch....) kamen wir erst kurz vor Beginn der Show an. War aber kein Problem, da ja noch zwei Bands vor uns spielen sollten. Zunächst die mysteriöse unbekannte Band, an deren Namen sich niemand inklusive ihnen selbst erinnern konnte. Danach dann die unterhaltsamen Japaner von Balzac. Leider war deren Unterhaltungswert hinter der Bühne auf Grund unserer nicht vorhandenen Japanisch-Kenntnisse nicht ganz so groß, aber wie uns vom Dolmetscher bestätigt wurde wären wir wohl auch mit dem großen Japanikum nicht weit gekommen, da der Dialekt den die Jungs sprachen wohl selbst dem Dolmetscher teilweise ein Rätsel war. Auf jeden Fall Hut ab für den Pioniergeist der Jungs! Danach waren wir dann endlich an der Reihe. Offensichtlich hatte die Crew jedes Quäntchen Lautstärke, das in Bonn nicht zum Einsatz kommen durfte irgendwo ins Sparschwein geworfen und dieses kurz vor unserer Show geschlachtet. Jedenfalls war der Lärm der uns aus den Monitoren entgegenschlug derart infernalisch, dass uns fast die Gitarre aus der Hand gefallen wäre. Aber hey, besser zu laut als zu leise! Kaum hatten wir uns halbwegs an den Sound gewöhnt (bzw. unsere Ohren waren abgestorben) hatte der Monitormann bereits die nächste lustige Idee und fortan wurden HouZas Bass-Drum Schläge durch Explosionsartige Furz-Sounds ersetzt. Na ja passte irgendwie.... Die Show war uns allerdings danke des grandiosen Publikums mal wieder ein Fest! Hoffentlich wars bei Euch mindestens genauso laut wie bei uns.

12.08.2008 - Berlin-Köln-Bonn-Köln-Losheim-Köln-Berlin-Eupen-Köln-Berlin Teil 1

Was aussieht wie das Fahrtenbuch eines betrunkenen Fernfahrers, sind in Wirklichkeit nur die Stationen unserer letzten To(rt)ur. Warum wir sowas machen? Weil der eine Gott es so gewollt hat! Nachdem wir ja bereits den DÄ-Fans in Schwäbisch-Gmünd und Homberg einheizen durften standen nun eigentlich nur noch Bonn und Losheim auf dem Programm. Scheinbar war aber irgendjemandem zu Ohren gekommen, dass wir alle große Pommes-Fans sind, und so durften wir dann auch nochmal in Eupen (Belgien) ran. Natürlich eine ganz besondere Ehre für uns, da es die erste DÄ-Show in Belgien überhaupt war. Derartigen Ruhm konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, so dass Töff kurzerhand aus dem Urlaub zurückgeordert wurde. Urlaub is eh kein Rock'n'Roll! Als alte Sparfüchse waren wir natürlch zu geizig uns ein standesgemäßes Hotel (mit Pool, Blackjack und Nutten) zu gönnen. Warum auch? Schließlich ist Spree bekanntlich vom Rhein, da wird sich schon ein entsprechendes Quartier finden lassen. Dem harten Auswahlverfahren hielt schliesslich lediglich die WG von Sprees Bruder Carsten stand. Falls ihr plant demnächst einmal nach Köln zu fahren können wir diese Herberge wirklich wärmstens empfehlen. Hier wird einem wirklich die beste Kombination aus Komfort, Bewirtung (Reissdorf Kölsch!!!), Service ("Du willst Licht? Dann such die Fernbedienung du Arsch!") und Unterhaltung geboten. Und das alles auch noch für lau, oder ömmesöns wie der Kölner sagen würde (Berlinerisch: für umme). Nachdem wir es uns also in unserer neuen Heimat bequem gemacht hatten stand also zunächst Bonn auf der Liste der zu rockenden "Metropolen". Leider machte Bonn allerdings seinem Namen als "kleiner Vorort von Köln" mal wieder alle Ehre. Das Publikum war zwar gewohnt grandios, eben echte DÄ-Fans, aber mit welchen aberwitzigen Regeln und Vorschriften man in so einem Provinznest als Rocker belästigt wird ist schon abenteuerlich. Nicht nur, dass man selbst als Musiker auf der Bühne nicht rauchen darf, nein man muss auch noch vor 22Uhr fertig sein und darf nicht lauter sein als eine angeregte Unterhaltung über Kunstgeschichte... Kein Wunder dass WIR (für alle Unwissenden: Berlin) jetzt Hauptstadt sind!!! Anschliessend ging es zurück in unser Kölner Domizil, wo HouZa noch einmal die großen Chancen Österreichs bei der WM unterstrich. 6:0 gegen Argentinien bei Pro Evo ist schon eine Hausnummer. (nein, HouZa spielte nicht Österreich...)

28.03.2008 - HALLE, Unikum


Spree nur noch auf 40%. Viel ist das nicht mehr. Aber mehr geben seine Lungen nach dem Betty Ford-Klinik-Aufenthalt und dem Subway-Klogeruch-Filtern offensichtlich erstmal nicht mehr her. Bier-Allergie? Aber das atmet man doch nicht ein?! Er gab trotzdem sein Bestes (nein, KEIN Gurken-Solo!). Heiß und feucht war es auf jeden Fall im Unikum – nicht zuletzt dank Sprees Basssolo und den wilden Stripversuchen dreier P*Guerilla-Mädchen (die Foto-Lovestory findet ihr auf Myspace). Interessanterweise trauten sich die Hallenser Jungs nicht, das nackte Haut Stagedive-Angebot der Mädels anzunehmen. Sehr merkwürdig. Mädchenhaut in Nature ist halt was anderes als auf dem PC-Bildschirm… ;) So oder so ein gelungener Abend. Besten Dank, Mirko! Und die Hallenser Currywurst-Pommes-Portion sucht in Berlin seinesgleichen. Respekt!

27.03.2008 - CHEMNITZ, Subway to Peter

Legendär: das Subway to Peter. Es gibt kein Geld, das Essen ist strikt vegetarisch und Pennen ist in einem mit Tourplakaten austapezierten Nebenraum einer Garage um die Ecke angesagt. Schön. Ich glaube, dass ist das, was man mit viel Tour-Romantik als „Rock’n’Roll“ bezeichnen kann. Wenn man will. Muss man aber nicht. Müssen musste man aber ertragen den Klogeruch im „Konzertraum“ des Subway. Dankenswerterweise filterte das anwesende Publikum diesen aber freundlichst mit ihren Nasen, Kiemen und Lungen heraus, und wir ersetzten die Reste dann mit hart um die Säule errocktem Männerschweiß. Schön war’s. Vor allem die wilden Sitzpogoeskapaden hinten links. Und ja: wir kommen sicher gerne wieder. Zumal sich hier Pablo Salvator Vincent van HouZa mal so richtig was ausmalen konnte... (s.o.)

09.03.2007 - RORSCHACH (CH), Saint Silence

Der Start in den nächsten Tag war denkbar mühsam. Zu allem Überfluss war die niedrige Decke im Frühstücksraum des Hotels auch noch verspiegelt. Jeder Blick in die Höhe war tödlich! Ein klein bisschen auf Vordermann brachten wir uns beim 3-Weiher-Spaziergang, wo wir prompt mit einem St.Galler im T-Shirt von unseren Kollejen vom EISDIELDER inner Berliner Castingallee stießen. Wie klein die Welt ist… Am Abend ging’s dann in sagenhaften 15 Minuten zu unserer nächsten Station, dem Nachbarstädtchen RORSCHACH, dessen Hafenbuffet (R.I.P.) wir schon vor einem Jahr ordentlich durchgerockt hatten. Quartier sollten und wollten wir im Wohnzimmer von Andys Familie aufschlagen, wo wir auch gleich aufs Herzlichste mit Kaffe und Kuchen begrüßt wurden. Kann ein Rockenrollabend stilvoller begonnen werden? Wir denken: MAIS NON!!! Dieser sollte dann wenige Stunden später seinen Höhepunkt finden – im SAINT SILENCE (von wegen!), einem lupenreinen Rorschacher Jugendclub der ortsansässigen Katholiken. Die wissen ja bekanntlich zu feiern, und so wurde gleich unser Opener YOU DON’T CARE mit Pogo-Eskapaden begrüßt. Weiter ging’s mit Pogo-à-gogo, nur hin und wieder unterbrochen von den notwendigen Alkoholbeschaffungsmaßnahmen, die die Jugend angesichts der Location nach draußen vor Tür und Tor trieb.

08.03.2007 - ST.GALLEN (CH), Birreria

Am nächsten Tag der schier unmenschliche Ritt zu den St.Gallenerinnen und St.Gallenern, die aber eigentlich St.Gallerinnen und St.Galler heißen – was diese aber offensichtlich selbst nicht wussten. Nach einem amüsanten und kurzweiligen Zwischenstopp bei Radio TOXIC FM und herzlichstem Hallo von Birreria-ROY gab es das wohl beste Catering von Welt – mit norwegischem Quellwasser zu Wein und Medium-Steak! Zum Birreria-Rocken nebenan fanden sich dann in der Musik interessierten Biertrinkermeute neben Kolleje DALOCO natürlich auch der gute ANDY samt Anhang ein. Wir hatten auf jeden Fall unseren Spaß miteinand’r!!! Der Rest des Abends versank dann aber dank wohlmeinender Schweizer Gastfreundschaft und Rotwein, span. Kräuterschnaps, Crocodile Bier, Heiniken, Jägermeister, Desperados, Berentzen, irgendeinem spanischen Bier, diversen Sauren, Cuba libre, Tequila, diversen Wodkas und was weiß ich im Nebulösen… Prost until death!

07.03.2007 - Erfurt, UNIKUM

Preisfrage: Was gibt es schöneres und schlaueres, als an einem Mittwoch in den Semesterferien in einem Studentenclub zu spielen? Na? Sicher eine ganze Menge! Aber nichtsdestotrotzegal ließen wir es uns nicht nehmen, auf unserer weiten Reise zu unser scheinbar beschaulichen Nachbarin Schweiz im Erfurter UNI-k.u.m Rast, Station und Rock zu machen. Vorneweg ein kleiner Tipp: wenn das Catering in Form von Obst, Gemüse, belegten Brötchen und Schnitzel mit Bratkartoffeln schon auf euch wartet: UNBEDINGT kurz davor noch bei Burger King einreiten und ganz-gleich-welches-Hauptsache-ein-Menü bestellen und verdrücken! Denn nur so kommt ihr Stunden später noch in den Genuss einer aufgewärmten 2-Uhr-nachts-Mahlzeit! Mahlzeit! Mit dieser Gewissheit in Kopf bis Fuß haben wir es natürlich angemessen krachen lassen – Semesterferien hin oder her! Und die Krönung war einmal mehr das uns schon wohl bekannte Bandappartement mit Whirlpoolbadewanne…

21.10.2006 - LÜNEBURG (Garage)

Erstmal ausgepennt, ewig blöde labern und dann erstmal schön für ne Stunde RADIO ZUSA LAUTSTARK gekapert! Großartigen Spontan-Spaß hatten wir mit Annina und Frank! Danach ging's dann weiter zur GARAGE Lüneburg. Gemütlicher Backstage mit Pumpdusche im Flur. Gleich häuslich eingerichtet auf der kleinen, aber feinen Astra-Bühne, gefüttert, gechilled, den Raum sich füllen lassen und losgerockt. Allerdings waren die angereisten Uelzener vom Vorabend noch reichlich geplättet (was sollten wir denn sagen???) und die anderen waren hauptsächlich wegen der Party da, weshalb wir wohl so etwas wie DJs für diesen Dancefloor waren und die Leute tatsächlich nach zwei Songs Durchpogen wieder rüber in den anderen Tanzraum gingen. Krasses Gefühl, live und in real weggezappt zu werden (my program is unzappable – you bet!). Danach hamwa dann aber doch mitgefeiert. So nachtragend waren wir dann angesichts der allseitigen Belobigen eh nich mehr… ;)

20.10.2006 - UELZEN (Komma)


Ein Klassiker! Immer wieder jut bei Knut im KOMMA und unseren unglaublichen Fans dort. Nach überstandener Vorband ließen wir es auch erwartungsgemäß richtich krachen. Und danach sowieso! Felix\' temporary Gesicht- und Bein-Tattoos sind inzwischen ja schon in allen relevanten Genre-Magazinen zur Genüge vorgestellt und analysiert worden… Deshalb hier kein Wort mehr darüber, sondern nur noch die obigen Fotobeweise.
Danach dann wieder gemütlich bei Knut gepennt. Schön, unterwegs immer wieder in Famille zu sein…

19.10.2006 - FREIBERG (EAC Club)


Noch ein weißer Fleck auf der POOLSTAR-Karte. Diesen mit Farbe zu füllen brachen wir am frühen Nachmittag auf, nicht ohne vorher unser endlich aus dem Presswerk geborenen Album im Berliner FUNKstore abgeliefert und die Kolleginnen und Kollegen in der SCHNITTSTELLE beschenkt zu haben. Herrlichster Herbstsonnenschein erleuchtete uns den Weg ins schöne Sachsen, wo die hübschen Mädchen angeblich auf den Bäumen wachsen. Na, dann wollen wir mal sehen… Angekommen, freundlich empfangen, das neue Logo auf die Bassdrum gekleistert – in mühsamer, hoch konzentrierter Handfeinstarbeit! Entspannt wird ein immenses Catering mit viel Obst und Gemüse und dem geliebten Chili con carne vorbereitet, welches sich später unter anderem als Chili con molto chili con carne entpuppen sollte. Entsprechend angefeuert enterten wir nach dem Anmachgig der Kollegen von ::::: die Bühne, wo wir schon freudig von der Freiberger Meute erwartet wurden. Und dann ging\'s ab, aba so was von!!! Hin und her und her und hin, nur eins im Sinn: ordentlich abzufeiern! Und das taten dann auch alle anwesenden ausgiebigst… Legendär schon jetzt das Gesamtsaalabsingen der Pipi-Hymne! Und auch das Weiterfeiern im Stollen rundete den Abend ab.
WIR KOMMEN GERNE WIEDER, EAC! Die Krönung war dann das Klo im Pensionszimmer! Hamwa aber nich mehr richtich mitjekricht…. ;)

14.10.2006 - KÖLN (Arena)


Nach noch opulenterem Heike-Luxus-Frühstück stand am nächsten Tag einmal mehr ein Auftritt bei der MotoX-Show NIGHT OF THE JUMPS an, diesmal wieder in Köln. Nach den üblichen Eincheckschwierigkeiten und freundlichem Hallo-allerseits stellten wir freudig fest, dass unser Lokalmatador BUSTY WOLTER wieder am Start war (ja, der Mann an Bass und Maschine in unserem BLOW YOUR MIND AWAY Video). Nach dem Soundcheck mit den ungeliebten In-Ear-Monitoren hatten wir das zweifelhafte Vergnügen, das so ziemlich versalzenste Geschnetzelte unseres Lebens genießen zu dürfen. Da der Reis aus verständlichen Gründen bereits komplett aufgebraucht war, mussten wir da wohl durch. Der anschließende Quark entschädigte ein wenig.
Dann ab in die Arena. Wir sollten den Auftakt bildet und ließen es locker angehen. Start mit TAKE ME HIGH, und Köln schien sogar mit abzuheben. Allerdings war das folgende ALONE AGAIN offensichtlich nicht jedermanns Geschmack. Nun, der ist ja bekanntlich eh verschieden, und so riss SOMETHING IN YOUR EYES wieder die Kölner Herzen in die Höh'. Dieser und zwei weitere Auftritte bei Whip-Contest und Pausenende brachten uns nach der Show bei der nicht enden wollenden Autogrammsession auch die wohlwollende Anerkennung einer gewissen Margarethe Schreinemakers ein, falls sich jemand von euch noch erinnern sollte...
Nach diesen hohen Weihen konnten wir endlich beruhigt ins Hotel düsen, verschnupft und heiser auf die Aftershowparty verzichtend. Dafür wird das nächste Mal Hamburg ordentlich gerockt – mit unser eigenen Aftershow-Show beim EIMSPAULONA-Festival im Fundbureau (11.11.). Und die SOUTH PARK Folge war sowieso die Krönung des Tages…

13.10.2006 - HILDESHEIM (Kufa Löseke) – Teil 2

Am darauf folgenden Tag ward uns ein Off-Day geschenkt, welchen wir nach den vorangegangenen Abfeier-Eskapaden dankend entgegen nahmen. Unser neuer Beton-Kindersarg für HouZas Drumstuff ist seitdem nun so schwarz wie die Hälfte von Töffs Fingernägeln, und im AQUALAATZIUM bei Hannover konnten wir den Band-Rekord im Dauer-Saunieren aufstellen: geschlagene 5 Stunden, und wir haben selbstverständlich alles mitgenommen, was ging! Am liebsten war uns allen drei der Höhepunkt, den wir uns bis ganz zum Schluss aufgehoben hatten: der gefühlte-130-Grad-Birkenaufguss in der Erdsauna. Scheiße, war das heiß! Wir tragen jetzt noch unsere Kühlverbände auf Rücken und Visage…
Zur Nacht dann wieder Partyalarm in der KuFa, in der wir dank Heikes freundlicher Einladung eine weitere verbringen durften. Sander und Justus versorgten uns mit erhellenden Stories über Rockenroll-Urgesteine wie Fritz Rau und Blixa Bargeld und das Barpersonal mit Bier. Danke, recht freundlich!
Danach Koma-Schlafen in unseren Hängemattendoppelstockbetten…

12.10.2006 - HILDESHEIM (Kufa Löseke) – Teil 1

Back to Hildes Heim – oder besser gesagt zu Heikes, La Scheffa de la KUFA LÖSEKE! Nach herzlich-schnodderigem Willkommenshallo gab es das gewohnt üppig-schmackhafte Catering in unser Backstage-Bandwohnung, bekocht von HEIKE höchst selbst! Am Abend dann auf der Bühne wieder ein fulminantes Feuerwerk der guten Laune inklusive HouZas unübertroffenem Schlagzeuger-Solo an Zigarette und Ming-Li (siehst du, Bine, es geht doch auch ohne deinen Clan;) ). Dank Sanders duftem Sound konnten wir sogar ein paar brauchbare Live-Aufnahmen mitschneiden, von denen ihr demnächst wohl ein paar auf unseren Seiten finden werdet. Aber dazu ein andermal mehr… Bei der anschließenden Party in kleinem Kreis ließen Sander, Töff und HouZa noch ordentlich die Silberlinge glühen und brachten sich selbst und Justus, den Lichtmänn von den Gods of Blitz und El*ke, ordentlich zum Abfeiernrocken. Besonders bemerkenswert: die HouZa-Töff-Tanzvariationen auf Mr.Bungles ARS MORIENDI. Und Felix kümmerte sich derweil aufmerksam um die Backstage-Ladies. Denn BERLINER SIND FREUNDE!

11.10.2006 - LEIPZIG (Moritzbastei)

Rückkehr in die MORITZBASTEI! Genialer Laden, prima Versorgung, dufter Techniker! Nur die frühe Spielzeit ist immer ein wenig gewöhnungsbedürftig – regionale Erziehungsmaßnahmen hin oder her… Aber das zuckende Tanzbein wird hier gern früh geschwungen, und so bewegen schon die ersten Takte die Leipziger Erstsemester-Mischpoke. Schweiß und Bier fließen in Strömen, die Menge grölt fröhlich „labadabdadadadaa" und wird von uns zum Mitklatschen gezwungen. Unübertroffen einmal mehr HouZas Dressurmaßnahmen zur Zugabenbeschaffung! Definitiv ein Meister seines Fachs, der Herr Kolleje! Danach noch fröhliches Bastei-Geheimgänge-Erkunden und Trepp-auf-Trepp-ab-im-Kreis-Gewölben auf der Suche nach DER Party. Bleiben dann doch wieder im Rock-Floor hängen. Weniger allerdings wegen der mühsam tanzbaren Emo-etcetera-Melange als vielmehr wegen der Mädelz und der Nähe zu unserem Backstage-Bierkühlschrank. Hier füllten wir auch eigenmächtig den so genannten Seifenspender wieder auf, der uns so überflüssig leer erschien. Dann raus und wech. Interessanterweise kam mir diesmal meine Hoteldachzimmertreppe nicht so steil vor wie beim letzten Mal. Ur-Krostitzer verleiht wohl Flügel…

07.10.2006 - ZEVEN (Piano)

Kennwanich! Ist aber von Bremen aus gleich um die Ecke. Nachdem kurzfristig ein anderer Gig ausgefallen ist, springt Stefan vom PIANO jubelnd in die Bresche und gibt uns spontan BühneBrötchenBett! Was will das Zigeunermusikerherz mehr? Und Zeven lässt sich das Spektakel nicht entgehen und strömt so zahlreich herbei, wie es so ein Kaff eben hergibt. Auf Stefans waghalsig selbst gezimmerter Bretterbühne geben wir wieder alles und ernten dafür dankbare Zuneigung. Schade, dass das gute alte Brauchtum, Schlüpfer und Blumen auf die Bühne zu werfen, in Zeiten akuter Mehrwertsteuerängste so rapide zurückgegangen ist. An jenem Abend hätten wir uns das wohl wahrlich verdient – zumal wir im Nachbarsaal auf der Bühne schlafen durften! ROCK'N'ROLL IN REINFORM LÄSST MÄNNERHERZEN HÖHER SCHLAGEN!!! Und wieder ein weißer Fleck weniger auf unserer Landkarte…

06.10.2006 - BREMEN (Meisenfrei)


Shit. Was gibt es schöneres als morgens um halb 6 aufzustehen, um beladen mit allem Tourgepäck durch die dunklen Gassen Berlins nach Tram und U-Bahn zu suchen? Mir will nichts dazu einfallen. Mein dumpfer Schädel ist noch voll klebrigen Breis, der kaum in der Lage scheint, irgendeine vernünftige Wortkombination in die Tastatur und auf das virtuelle Papier vor mir zu hacken. Meine müden Augen nehmen aber wahr: es bewegt sich was, das Weiß füllt sich mit Schwarz, zart und zaghaft noch, aber doch!
Warum das alles? Bremen steht heute auf dem Speiseplan, das Meisenfrei zum Hauptgang mit einem mittäglichen Appetizer beim regionalen TV-Sender BREMEN4YOU, dem eigentlichen Grund für unser viel zu frühes Aufleben. Allerdings sieht es im Moment nicht wirklich danach aus, dass wir es rechtzeitig schaffen sollten, da unserer tapferen LT-Lady ungeahnter Gegenwind entgegen schlägt. Mühsam quält sie sich über den Asphalt, während BILLY TALENT ihr Mut zu schreien.
Das Kopfdämmern nimmt wieder überhand und lässt die Finger schwer werden…
Plötzlich im Fernsehstudio. Bremen4U zeichnet mich auf. Oder besser gesagt das von mir, was schon ein wenig munter zu sein scheint. Das Ergebnis dessen ist mir bis heute unbekannt…
Rüber ins MEISENFREI. Ne Blues Kneipe. Aha. Haben wir etwa bei uns etwas überhört? Egal. Ausgeladen, aufgebaut. Das Übliche, aber im Trancezustand. Dann ab ins Hotelbett und den Nachmittag verpennt. Merke: je früher man aufsteht, umso mehr Tag kann man verschlafen. Irgendwann wieder rüber, Soundcheck mit Kolja, dem guten, und dann zu einem der beiden Chinesen, futtern. Achtung: Zimmermänner auf der Walz werden hier nicht geduldet! Wieder Hotelchillen und den Film nicht zu Ende gesehen, denn Showtime ist angesagt. Schiete. Wurde gerade noch spannender…
Also wieder ins Meisenfrei. Dufter Laden, aber wohl nicht so recht unser. Wie Eddie vom Römer später sagen wird: richtige Band, falscher Laden oder richtiger Laden, falsche Band. Nun gut, was nicht passt, wird passend gemacht, und die gute Moon hat wie versprochen ein paar Freunde mitgebracht. Die Auflage, zwei Sets spielen zu müssen, kann uns nix anhaben, und so ziehen wir in der zweiten Runde genüsslich die Partyschraube fester und fester, bis der Saal tobt und uns nicht mehr von der Bühne lassen will.
Eine POOLSTAR-Hälfte zieht noch mit Eddie, der uns sofort für den Römer gebucht hat (richtige Band im richtigen Laden), und Kolja weiter, die andere Hälfte fällt fiebrig ins Bett. Jutenachtnoch… .

30.11.1999 - ENDLICH WIEDER UNTERWEGS!

JIPPIE JIPPIE YEAH! Endlich wieder unterwegs! Der Auftakt in Hamburg war fein, die Fortsetzung in Aachen gestern DER HAMMER! Was für eine großartige Party! Und weiter geht's ab 1.11. mit dem BERLIN-Gig mit ABWÄRTS im SO36. Checkt die anderen Date unter DATES!